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* ein Podcast der IHK Potsdam

Sterne für die Besten

 

Die IHK Potsdam hat am 22. November die Top-Azubis und Weiterbildungsabsolventen des Abschlussjahres 2019 bei einer Preisverleihung in Potsdam geehrt.

Einen gläsernen Stern mit der Aufschrift „Star der Bildung 2019“ – über diese Trophäe konnten sich die jungen Frauen und Männer freuen, die mit einem hervorragenden Gesamtergebnis ihre Aus- oder Weiterbildung absolviert haben. Insgesamt 46 Auszubildende in kaufmännischen und gewerblichen Berufen haben mit 92 oder mehr Punkten von möglichen 100 die Abschlussnote Eins erreicht. Zudem wurden die 17 Jahrgangsbesten von Aufstiegsfortbildungen geehrt.

„Mit der Auszeichnung möchten wir jungen Menschen, die eine besondere Leistung erbringen, unsere besondere Wertschätzung entgegenbringen“, sagte Wolfgang Spieß, Geschäftsführer Bereich Bildung der IHK Potsdam. Zudem möchte die IHK bei diesem Anlass deutlich machen, dass der leistungsstarke Nachwuchs mit einer Ausbildung in der Tasche im Berufsleben durchstarten kann: „Karriere mit Lehre – das ist unser Ansatz. Durch eine praxisorientierte Ausbildung wird man Experte seines Faches“, erklärt Wolfgang Spieß. „Viele Absolventen entscheiden sich anschließend für eine Weiterbildung zum Fachwirt, Meister oder Betriebswirt oder werden direkt im Unternehmen übernommen. Somit ist der Einstieg ins Berufsleben geebnet.“

Im Jahr 2019 haben im IHK-Bezirk Potsdam insgesamt 2.151 Personen aus verschiedenen Betrieben an Prüfungen teilgenommen. Davon sind etwa ein Drittel junge Frauen und zwei Drittel junge Männer. Drei herausragende Absolventen stellen wir vor.

Wolfgang Spieß, Geschäftsführer Bereich Bildung der IHK Potsdam, würdigte in seiner Rede die ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer.
Nach der Preisverleihung: Wolfgang Spieß zusammen mit „unseren“ drei Top-Absolventen.

                                                   Tom Kaplick, 27 Jahre, 99 Punkte

Erreichte mit 99 Punkten die höchste Punktzahl aller Preisträger: Tom Kaplick.

Welche Ausbildung hast du abgeschlossen?

Im Januar 2019 habe ich den Kaufmann im Einzelhandel bei Lidl in der Beelitzer Filiale erfolgreich absolviert. 

Wie lange ging deine Ausbildung?

Eineinhalb Jahre. 

Und vorher?

Nach dem Abitur probierte ich mich in den Studiengängen Pharmazie und Brauerei- und Getränketechnologie aus. Dann entschied ich mich aber meinen Stärken und Interessen entsprechend für eine Ausbildung. 

Was hast du während deiner Ausbildung gelernt, das nicht direkt mit dem Fachlichen zu tun hat?

Sie hat mir geholfen, sowohl meine organisatorischen Fähigkeiten als auch den Umgang mit Menschen, meine Empathie und meine Kommunikationskompetenzen zu stärken. 

Was macht dir am meisten Spaß an deinem Beruf?

Das kreative Wirken im Rahmen der vorgegebenen Standards. Mir macht es Freude, für „meine“ Filiale das Beste rauszuholen - verbunden mit dem Ziel, die Kunden glücklich zu machen. Es ist ein großartiges Gefühl, wenn Stammkunden, denen ich zufällig begegne, mich auch privat grüßen. Und natürlich wäre dies alles nicht möglich ohne die gegenseitige Unterstützung im Team.

Wie konntest du dich in besonders anstrengenden Zeiten neu motivieren?

In schwierigen Situationen helfen mir drei Faktoren: ein klares Ziel vor Augen, die Unterstützung durch meine Ausbilderin und Kollegen sowie der private Rückhalt. 

Was schätzt du an dem Modell „Ausbildung“? 

Ich sehe sehr viele Vorteile: das gute Verhältnis zwischen Theorievermittlung und Praxiserfahrung, die Einführung in einen festen, organisierten Arbeitsalltag und die Vorbildfunktion der Ausbilder. 

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Im März 2020 lege ich die Handelsfachwirtprüfung und danach die Ausbildereignungsprüfung ab. Ich würde mich freuen, wenn ich ab August 2020 eine Filiale leiten darf oder gleich ins Trainee-Programm für Verkaufsleiter einsteigen kann. Idealerweise in Brandenburg, denn hier komme ich her und bleibe ich. 

                                      Antonia Schmidt, 23 Jahre, 92 Punkte

Nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung wurde sie als Assistentin der Geschäftsführung übernommen: Antonia Schmidt.

Welche Ausbildung hast du abgeschlossen?

Seit Juni 2019 bin ich ausgebildete Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen mit der Zusatzqualifikation zur Kauffrau für internationale Geschäftstätigkeit. Abgeschlossen habe ich bei Komm Logistik, einer mittelständischen Spedition in Großbeeren.

Was hast du während deiner Ausbildung gelernt, das nicht direkt mit dem Fachlichen zu tun hat?

Den Umgang mit verschiedenen Charakteren und Personengruppen wie Mitarbeitern und Kunden. Auch in stressigen Situationen und bei Herausforderungen kann ich mich jetzt besser konzentrieren.

Wie hat dich die IHK während deiner Ausbildung unterstützt? 

Für ein dreiwöchiges Praktikum war ich in Nordirland. Bei der Organisation des Praktikumsplatzes, einer Unterkunft und einer finanziellen Förderung stand mir die IHK zur Seite.

Was macht dir am meisten Spaß an deinem Beruf?

Der abwechslungsreiche Alltag. Jeden Tag gibt es neue Probleme und Herausforderungen, an denen ich wachse. Die Arbeit im Team mag ich sehr, denn ich muss mich auf jeden verlassen können.

Wie konntest du dich in besonders anstrengenden Zeiten neu motivieren?

Dann habe ich mir mein Ziel wieder bewusst gemacht. Hinzu kommt, dass mich meine Kollegen immer wieder neu motivieren und dadurch die Arbeit viel mehr Spaß macht. Das eine oder andere Lob hilft auch. 

Was schätzt du an dem Modell „Ausbildung“? 

Man sammelt frühzeitig Berufserfahrung, kann sich schneller in die Prozesse und Abläufe eines Betriebes einarbeiten und dadurch eher einen Arbeitsplatz finden. Ich finde es prima, dass man von Anfang an sieht, wie es danach weitergehen kann – beispielsweise gleich im Job, mit einer Weiterbildung oder einem Studium.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Aufgrund meiner sehr guten Abschlusspunktzahl habe ich nun die Chance auf ein Weiterbildungsstipendium, worauf ich mich schon beworben habe. Als nächstes steht die Ausbildereignungsprüfung an, so dass ich selbst ausbilden darf. Später berufsbegleitend zu studieren kann ich mir auch vorstellen. Zurzeit möchte ich aber noch so lange wie möglich in meinem Ausbildungsbetrieb weiterarbeiten.

                                           Robin Kröger, 21, Jahre, 95 Punkte

Einer der beiden Bundesbesten unter den Absolventen: Fluggerätemechaniker Robin Kröger.

Welche Ausbildung hast du abgeschlossen?

Bei Rolls-Royce im brandenburgischen Dahlewitz habe ich eine Ausbildung als Fluggerätemechaniker mit Fachrichtung Triebwerkstechnik abgeschlossen.

Wie lange ging deine Ausbildung?

Regulär dauert sie dreieinhalb Jahre. Ich bekam aber die Chance, auf drei Jahre zu verkürzen. Voraussetzung dafür ist, dass man am Ende des zweiten Ausbildungslehrjahres einen sehr guten Notendurchschnitt hat, meiner war 1,2.

Was hast du während deiner Ausbildung gelernt, das nicht direkt mit dem Fachlichen zu tun hat?

Es war für mich nicht leicht, für meine Ausbildung 850 Kilometer von zu Hause wegzuziehen. Anfangs dachte ich, dass der kollegiale Umgang eher distanziert ist. Die ersten zwei, drei Monate hatte ich Schwierigkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen. Mein Eindruck war, dass die Leute hier relativ verschlossen sind. Doch dann war ich positiv überrascht, dass der Kontakt untereinander, auch zwischen den Auszubildenden und den direkten Vorgesetzen, sehr persönlich und direkt ist. 

Was macht dir am meisten Spaß an deinem Beruf?

Mich interessiert die Technik hinter dem, was ich montiere. Ich möchte immer verstehen, wie alle Bauteile eines Triebwerks zusammen funktionieren. Großartig ist, dass ich mich mit meinen Kollegen, die sich gut auskennen, darüber austauschen kann.

Wie konntest du dich in besonders anstrengenden Zeiten neu motivieren?

Das fiel mir nie schwer, denn für Luftfahrt habe ich mich schon immer interessiert. Meine Mutter meinte, dass „Flugzeug“ mein nächstes Wort nach „Mama“ und „Papa“ war. Mich motiviert es allein genug, Mitglied dieser Luftfahrtgesellschaft zu sein und ihre Fachgebiete kennenzulernen. Ich habe mich auch immer wieder auf die nächsten Herausforderungen gefreut, da ich mich mit meinen Azubi-Kollegen so gut verstanden habe.

Was schätzt du an dem Modell „Ausbildung“?

Man sagt ja, dass man für das Leben lernt und die Ausbildung ein Reifeprozess ist. Im Studium muss man sich sehr gut selbst organisieren können, bei einer Ausbildung wird vieles strikter vorgegeben – genau das kommt mir entgegen.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Bis Ende März 2020 arbeite ich in der Produktion bei Rolls-Royce. Dort bin ich bei der Endmontage des größten Triebwerks von Rolls-Royce im Einsatz. Am 1. April startet mein Bachelor-Studium Maschinenbau an der TU Berlin. Als Wahlfach entscheide ich mich wahrscheinlich für Automatisierungstechnik oder Elektrotechnik.