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Macher und Märkte
* ein Podcast der IHK Potsdam

Wer nicht wagt

Nach zehn Jahren als Angestellte wusste Christin Appel: Sie wollte sich etwas Eigenes aufbauen. Also widmete sich die Hunde-Liebhaberin ihrem Hobby und machte es zum Beruf. Heute führt sie die Hundeschule Hundartig in Potsdam.

Christin Appel, Gründerin der Hundeschule Hundartig in Potsdam

Das Hobby zum Beruf machen – davon träumen viele Menschen. Christin Appel hat sich den Traum erfüllt: In diesem Jahr feiert ihre Hundeschule Hundartig in Potsdam ihr siebenjähriges Bestehen. Angefangen hat alles mit Appels Liebe zu den Vierbeinern. Im Sommer 1994 zog ihre erste Hündin Anka – ein Schäferhund-Mix – bei ihr ein. Seitdem begleiten sie Hunde durchs Leben. Immer wieder besuchte sie mit ihnen Hundeschulen. „Da ist mir aufgefallen, dass es mir unheimlich Spaß macht, mit den Tieren zu arbeiten“, sagt Appel. 

Die 40-Jährige ist eigentlich gelernte Einzelhandelskauffrau, hat außerdem fünf Jahre in einem Call-Center gearbeitet. „Mir ist klar geworden, was ich eigentlich von Arbeit erwarte: Ich möchte zwar mit Menschen zu tun haben, aber nicht den ganzen Tag im Büro sitzen.“ Schon als Kind hatte sie zudem immer den Wunsch „etwas mit Tieren“ zu machen. Der Schichtdienst im Callcenter ließ sich zudem nicht mit ihrem Privatleben vereinbaren: „Ich habe Kinder und wollte meinen Tag flexibel gestalten können.“

„Ich war froh über das Angebot der IHK. Die Weiterbildungen sind bekannt und schaffen auch heute noch bei meinen Kunden vertrauen.“
Appel absolvierte bei der IHK Potsdam den Zertifikatslehrgang zur Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin

Im Jahr 2010 wagte sie dann den Schritt in die Selbstständigkeit und absolvierte bei der IHK Potsdam den Zertifikatslehrgang zur Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin, den die Kammer gemeinsam mit dem Berufsverband BHV anbietet. „Damals gab es für Hundetrainer kaum Zertifizierungen. Da war ich froh über das Angebot der IHK. Denn die Weiterbildungen der Kammer sind bekannt und schaffen auch heute noch bei meinen Kunden vertrauen.“ Hier lernte sie neben fachlichen Grundlagen auch neue Trainingsmethoden und den Umgang mit Problemhunden. Nebenbei baute sie ihre eigene Hundeschule auf. Die ersten Kunden kamen durch Empfehlungen von Bekannten und der örtlichen Tierärztin.

Heute unterrichtet Appel pro Woche rund 60 Hunde, entweder auf Hundeplätzen oder bei Kunden daheim. Die Büroarbeit erledigt sie zuhause. „Ich würde die Entscheidung immer wieder so treffen“, sagt die Hundetrainerin. „Die Arbeit erfüllt mich und macht mir Spaß.“ Gelernt hat Appel in den vergangenen Jahren viel – fachlich, aber auch über sich selbst: „Wenn man sich bei der Arbeit ständig den Feierabend herbeisehnt, sollte man hellhörig werden. Dann ist der Job vielleicht nicht der richtige.“