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Macher und Märkte
* ein Podcast der IHK Potsdam

Portrait

Ein Hidden Champion aus dem IHK-Bezirk Potsdam: Die Apprich Secur GmbH beliefert mit ihren Fahrzeugen die Märkte Europas.

Auf den ersten Blick sieht der weiße Van aus wie ein ganz gewöhnlicher Lieferwagen. Doch unter der Karosserie verbirgt sich High-Tech made in Brandenburg. „Hier kämen Sie mit einer Kalaschnikow nicht durch“, erklärt Roberto Pareras und klopft gegen die Beifahrertür eines Mercedes Sprinter.

Seit den Neunziger Jahren fertigt die Apprich Secur GmbH Geld- und Wertetransporter. 80 bis 90 Fahrzeuge verlassen im Jahr die Produktionshalle in Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming). Zum Einsatz kommen sie in ganz Europa: „Von Finnland über das Baltikum und den Balkan bis nach Griechenland und Zypern – überall sind unsere Transporter zu finden“, erklärt Vertriebsleiter und Prokurist Pareras. „Wir sind damit einer der Marktführer auf unserem Kontinent.“ Neben Fahrzeugen exportieren die Ludwigsfelder auch Knowhow: In allen Zielländern unterhalten sie ein Netzwerk mit qualifizierten Vertriebs- und Servicepartnern, die sie regelmäßig schulen und an neuen Entwicklungen und Erkenntnissen teilhaben lassen.

Leichter und intelligenter

Die Fahrzeuge werden immer raffinierter und komplexer. Drehte sich in Entwicklung und Produktion früher alles um Panzerung und ballistischen Schutz, so liegen heute bei immer mehr Kunden so genannte „Soft Skin“-Fahrzeuge im Trend. Bei diesen ist der Schutz nicht mehr physischer Natur, sondern beruht auf ausgeklügelten elektronischen Systemen, die nur befugten und autorisierten Personen Zugang zu dem Fahrzeug und seiner wertvollen Fracht gestattet. Die Steuerungssoftware für die komplexe Vernetzung von Fahrzeug und Sicherheitstechnik stammt in diesen Transportern ebenfalls von Apprich Secur.

Doch ob harte oder weiche Schale – der Weg zum fertigen Geld- und Wertetransportfahrzeug verläuft immer gleich. Am Anfang steht immer das Gespräch. Darin machen sich die Sicherheitsspezialisten aus Ludwigsfelde ein detailliertes Bild von den Anforderungen, Bedürfnissen und Wünschen des Kunden und entwickeln mit ihm eine individuelle Lösung. Dann geht es ans Werk. Ein fabrikneuer Wagen – Apprich Secur ist zertifizierter Kooperationspartner von Mercedes Benz Benz und Volkswagen – kommt in die Backsteinhalle und wird erst einmal ausgarniert, das heißt das komplette Interieur wird ausgebaut. Komponenten, die Einfluss auf die Fahrsicherheit haben wie Motor, Bremsen und Fahrwerk bleiben dabei unberührt. Anschließend wird das Fahrzeug mit einer Vielzahl von Teilen und Sicherheitskomponenten ausgerüstet und schließlich wieder aufgebaut.

Ein Bootsbauer im Binnenland

Nahezu alle Bearbeitungsschritte liegen in eigener Hand. So findet man in der Apprich-Mannschaft findet man neben klassischen Mechatronikern und Kfz-Elektrikern auch Lackierer, Polsterer und sogar Boots-und Modellbauer. Denn neben hohen Sicherheitsstandards erwarten Apprich Secur-Kunden eine perfekte und optisch ansprechende Verarbeitung.

Nachdem im Jahr 2017 das 25-jährige Betriebsjubiläum gefeiert wurde, brachte das Jahr 2018 einen weiteren Meilenstein in der Firmengeschichte: Mit einem kleinen Festakt wurde eine hochmoderne Laserschneidanlage für Bleche in Betrieb genommen. Geschäftsführerin Uta Großer erklärt: „Für Soft-Skin-Fahrzeuge müssen wir dünnere Bleche als früher präziser zuschneiden. Unsere bisherige Plasma-Schneidanlage konnte diesen Anforderungen nicht mehr genügen. Also haben wir uns entschlossen, eine halbe Million Euro in die Hand zu nehmen. Das ist eine der größten Investitionen am Standort. Mit ihr sind wir noch moderner und leistungsfähiger aufgestellt und konnten unsere Produktivität deutlich steigern.“