Mach weiter.

Knüpfe an den Erfolg deiner Vorgänger an und sei die neue Generation in Brandenburger Unternehmen.

Macher und Märkte
* ein Podcast der IHK Potsdam

Von Rosen und Königinnen, Keksen und Torten

„Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose“ — beim ersten Nachdenken scheint diese Sentenz der amerikanischen Schriftstellerin Gertrude Stein klar und wahr, und auch beim zweiten und dritten. Doch wer die Landesgartenschau in Wittstock besucht, der merkt schnell, dass die Dinge komplizierter sein können. Natürlich sind auf dem 13 Hektar großen LaGa-Gelände viele prächtige und herrlich duftende Rosen zu bewundern. So unterschiedlich all die Rosen aussehen mögen — botanisch sind sie alle eng verwandt. Doch an den Verpflegungsständen stößt der Pflanzenkundler an seine Grenzen: Die Rosen, die es dort zum Kaffee gibt, haben keine Dornen, und sie duften (und schmecken) nach Mandeln und Lübecker Marzipan. 

 

„Rosenküsse“, das ist der offizielle Name des süßen Signature-Snacks der Gartenschau. Die leckeren Keksblüten kommen aus dem nahe gelegenen Flecken Zechlin. Dort ist die Zentrale des offiziellen LaGa-Bäckers, der Landbäckerei Janke. Der liefert jeden Morgen neben den leckeren Makronenblüten (oder Blütenmakronen?) jede Menge Brot, Brötchen und Kuchen in den in der Region bekannten und gerne zweckentfremdeten magentafarbenen Kisten. Der Herr der Kisten (und natürlich der Backwaren) ist Norbert Janke. Der 38-Jährige führt die Geschäfte des Traditionsbetriebes. „Unsere Firma feiert dieses Jahr 70 Jahre Landbäckerei Janke, wir sind die dritte Familiengeneration. Mein Cousin ist Konditormeister, mein Bruder ist Bäckermeister und ich bin Diplomkaufmann — das passt super“, erklärt der Mann mit dem gewinnenden Lächeln.

 

Norbert Janke ist glücklich in seiner Nordbrandenburger Heimat: „Wir arbeiten dort, wo andere Menschen Urlaub machen. Unsere Natur, unsere Seen, ich kann mir wirklich nichts Schöneres vorstellen. Im Sommer haben wir hier doch richtiges Karibikfeeling, und echte Lebensqualität das ganze Jahr über.“ So musste er sich auch nicht sehr intensiv selbst überreden, nach dem Studium an der Universität in Mannheim zurückzukehren und die Familientradition fortzuführen.

 

Und nicht nur im Betrieb übernahm und -nimmt Norbert Janke Verantwortung: Er ist aktives Mitglied der Wirtschaftsjunioren Ostprignitz-Ruppin, die sich aktiv für die Zukunftsfähigkeit der Region engagieren. Als starken Partner sieht er dabei die IHK Potsdam: „Die Zusammenarbeit ist super unkompliziert, und immer gilt: ‚Ein Mann, ein Wort‘. Und das im Februar eröffnete Regionalzentrum in Neuruppin bietet noch einmal ganz neue Möglichkeiten.“

„Möglichkeiten“ — das ist ein zentraler Begriff in Norbert Jankes Denken und Handeln. Das war auch der Grund für sein Engagement für die Landesgartenschau: „Viele Leute fahren doch einfach auf der Autobahn vorbei und wissen gar nicht, wie schön es hier ist. Ich bin sicher, in diesem Jahr kommen viele neue Besucher zu uns. Frühere Landesgartenschauen haben gezeigt, dass die Regionen davon jahrelang profitieren.“ Kurzfristig profitiert erst einmal die Wittstocker Rosenkönigin Tanja I., Brandenburgs einzige amtierende Monarchin. Die hat den dynamischen Unternehmer zwar nicht zum Mann erkoren, aber bei ihm immerhin die Festtagstorte für ihre Hochzeitsfeier bestellt.