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Macher und Märkte
* ein Podcast der IHK Potsdam

Lecker schlau: Bildungsreise zum Sanddorn

Orangerot ist ihr Lebensinhalt: Familie Berger hat in Petzow einen Sanddorn-Garten für alle Sinne erschaffen.

Gäste aus der ganzen Welt kommen in den Werderaner Ortsteil Petzow in Brandenburg. Kein Wunder: Das ehemals selbstständige Dorf verdankt Preußens berühmtem Baumeister Karl Friedrich Schinkel die auf einer Anhöhe gelegene Kirche und das prächtige Herrenhaus, dessen Garten von Peter-Joseph Lenné gestaltet wurde. Zudem liegt Petzow malerisch auf der Halbinsel Hohenwerder, zwischen Schwielowsee und Glindower See. Wer vor einem Sprung ins Wasser oder nach einem Spaziergang vorbei an jahrhundertealter Architektur etwas über eine kleine Beere mit großer Wirkung erfahren will, sollte im Sanddorn-Garten der Familie Berger vorbeischauen.  

Fruchtige Vitaminbombe

Bei Familie Berger dreht sich alles um Sanddorn: „Neben der Ascorbinsäure enthält Sanddorn einen ganzen Vitamincocktail und kann damit viel zu einer gesunden Ernährung beitragen“, erklärt Dorothee Berger, „der B-Komplex ist sehr wichtig für Vegetarier und Veganer, Vitamin A kennen wir als ‚Schönheitsvitamin‘, E fördert unter anderem die Blutbildung und K ist gut für den gesamten Stoffwechsel.“ Die 38-Jährige muss es wissen, ist sie doch nicht nur studierte Lebensmitteltechnologin, sondern auch Juniorchefin der Christine Berger GmbH und Co. KG, dem Markt- und Technologieführer in der Sanddornverarbeitung.

Know-how rund um den Sanddorn

Besonders wichtig für die Familie Berger ist es, ihren Gästen Wissen zu vermitteln. Bei der Planung der modernen Produktionshalle wurde deshalb von Anfang an Wert auf Transparenz gelegt: Durch große Schaufenster kann man beobachten, wie der Sanddorn zum Beispiel zu Marmelade verarbeitet wird. In einem Multimedia-Präsentationsraum erhalten Besucher zudem spannende Hintergrundinformationen zur Welt des Sanddorns. Selbstverständlich darf auch probiert werden.

Die gläserne Produktion zieht viele Fachbesucher an, die sich über den aktuellen Stand der Technik rund um den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung von Sanddorn informieren wollen. Interessierte reisen dazu aus der ganzen Welt nach Petzow. So konnte Dorothee Berger schon Gäste aus ganz Skandinavien, Russland, Nordamerika und sogar aus der Mongolei begrüßen.

Erleben und Genießen

Die Mehrzahl der Gäste hat jedoch eine deutlich kürzere Anreise. Zum Sanddorn-Garten Christine Berger in Petzow führen viele Wege: Der Europaradweg R1, der die französische Kanalküste mit Russlands Ostseemetropole St. Petersburg verbindet, verläuft direkt daran vorbei; der Berliner Autobahnring ist zwar nicht zu hören, aber so nah, dass der Sanddorn-Garten auch für die Hauptstädter schnell zu erreichen ist. Und wer übers Wasser kommen möchte, für den gibt es den Petzower Schiffsanleger auf dem Schwielowsee nur einen kurzen Spazierweg entfernt. Wassersportler können sogar direkt auf dem Gelände an Land gehen.

Aber egal, wie die Gäste anreisen: Sie fahren in der Regel klüger heim, als sie gekommen sind. Auf dem Sanddornlehrpfad erfahren sie viel Wissenswertes über die Zitrone des Nordens. Zudem gibt es auf dem liebevoll angelegten Gelände eine Vielzahl von traditionellen Obstbäumen und -sträuchern, die es lohnt, kennenzulernen. Ein Kräutergarten sowie ein Hofladen mit Sanddornprodukten und anderen Spezialitäten aus der Region runden das lehrreiche und leckere Angebot ab. Den perfekten Abschluss eines Tages im Erlebnisgarten gibt es dann bei Kaffee, Kuchen oder einem Eisbecher im Café mit Seeterrasse. So schön kann Bildung sein.