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Macher und Märkte
* ein Podcast der IHK Potsdam

Die fünf Fallen der Existenzgründung

Markus Hallermann hat im Jahr 2010 die Routenplanungs-App Komoot auf den Markt gebracht. Der Gründer erzählt, wie der Sprung in die Selbstständigkeit funktioniert und worauf angehende Unternehmer achten müssen.

Das Team um Markus Hallermann, Gründer der Routenplanungs-App Komoot

Der Start

Am Anfang haben Gründer viele Fragen. Wo beantragt man was? Welche Dokumente sind Pflicht? Hier kann eine Gründerberatung weiterhelfen: „Ich habe mir damals an meiner Hochschule Unterstützung geholt“, sagt Markus Hallermann. Er studierte Physik an der TU München und profitierte so vom Gründerzentrum „UnternehmerTUM“ der Universität. Dort erhalten Gründer und Start-ups einen Rundum-Service von der ersten Idee bis zum Börsengang.

Der Gesellschaftervertrag

Wenn mehrere Gründer mit im Boot sind, kommt dem Gesellschaftervertrag eine besondere Bedeutung zu. „Man kann eine Vereinbarung kostengünstig beim Notar aufsetzen. Dafür braucht es keinen Anwalt“, sagt Gründer Hallermann. Der Knackpunkt: Es sollte klar geregelt werden, wer in welcher Form am Unternehmen beteiligt ist. Sonst kann es später zu Streitigkeiten kommen. „Wir waren insgesamt sechs Gründer und haben schriftlich festgelegt, wer für was zuständig ist und welche Erwartungen wir an das Unternehmen haben“, sagt Hallermann.

Die Finanzierung

Fördermöglichkeiten für Gründer gibt es wie Sand am Meer. Dennoch ist es schwer, die passende Unterstützung auszuwählen. Hallermann hat sich bei der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg beraten lassen. So ist er auf das Gründerstipendium EXIST aufmerksam geworden. „Mit dem Geld haben wir die Firma gegründet“, sagt der Unternehmer. Komoot ist ansonsten aus Risikokapital finanziert, Geldgeber sind unter anderem der Brandenburg Frühphasen Fond und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg.

Der Standort

Wo eine Firma sitzt, entscheidet mitunter über Erfolg oder Niederlage. Hallermann hatte die Wahl zwischen München und der Region Berlin/Brandenburg, letztendlich ist es Potsdam geworden.

„Als Gründer kann man in Brandenburg viele Zuschüsse beantragen“

Neben einer guten Anbindung an die Hauptstadt zählte auch die finanzielle Unterstützung: „Als Gründer kann man in Brandenburg viele Zuschüsse beantragen“, sagt Hallermann.

Die Mitarbeiter

Die wichtigste Ressource eines Unternehmens sind die Mitarbeiter. Gerade für Start-ups, die sich erst am Markt positionieren, ist es schwierig, geeignete Fachkräfte zu finden. „Wir investieren viel Zeit und Geld in die Mitarbeitersuche“, sagt Hallermann. Er versuche, Komoot durch die Nähe zu Berlin und flexible Arbeitszeiten so attraktiv wie möglich für Bewerber aus der ganzen Welt zu machen. Mit Erfolg: Etwa die Hälfte aller 22 Mitarbeiter kommt aus dem Ausland.

Über Komoot

Markus Hallermann hat gemeinsam mit fünf weiteren Outdoor- und Technologie-Fans die Routenplanungs-App im Jahr 2010 auf den Markt gebracht. Komoot bietet personalisierte Tourenvorschläge unter anderem für Wanderer, Fahrradfahrer und Mountainbiker an. Heute arbeiten 22 feste Mitarbeiter und 20 freie Redakteure am Hauptsitz in Potsdam. Unternehmensangaben zufolge hat Komoot mehr als drei Millionen Nutzer.