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Das Anforderungsprofil

Mit der Bewerberauswahl soll die Richtige oder der Richtige für das Ausbildungsangebot des Unternehmens herausgefunden werden. Das geschieht in gegenseitigem Interesse, denn eine Fehlentscheidung ist eine Fehlinvestition für beide Seiten. Jeder Mensch hat bestimmte Interessen, Fähigkeiten, Eigenschaften und Gesundheitsmerkmale, aus denen sich ein Bewerberprofil ergibt.

Jeder Beruf erfordert spezielle Anforderungen. Die erforderlichen Eigenschaften und Fähigkeiten ergeben das jeweilige Anforderungsprofil.

Informationsquellen für das Anforderungsprofil können sein:

  • Ausbildungsrahmenpläne
  • Prüfungsanforderungen
  • Stellenbeschreibungen
  • Arbeitsplatzbeschreibungen
  • Ausbildungsplan
  • Gesammelte Erfahrungen mit ehemaligen Auszubildenden
  • Erwartungen von Kunden

Das Anforderungsprofil kann in einen Bewerbungsbogen einfließen. Punkte mit mehr oder weniger großer Bedeutung lassen sich dabei durch Ziffern darstellen. Das Anforderungsprofil des Betriebes wird eingezeichnet, die Bewerbungen eingetragen. So ergibt sich sowohl ein optisches als auch ein rechnerisches Ergebnis.
Damit ein einmal erstelltes Anforderungsprofil nicht veraltet, sind seine Bestandteile regelmäßig zu überprüfen. Deshalb sollten Auszubildende anhand des Anforderungsprofils nach einem halben Jahr neu bewertet und mit dem Ergebnis der Einstellung verglichen werden. Abweichungen können dabei in Fehleinschätzungen oder in einem lückenhaften Anforderungsprofil begründet sein. Vielleicht wurden bestimmte Bereiche nicht genügend oder gar nicht berücksichtigt.

Nicht nur für den Betrieb, auch für die Bewerber haben die Bewertungen anhand eines Anforderungsprofils große Vorteile. Sie können anhand dieses Profils eine detaillierte Analyse erstellen, wo die Stärken liegen. So kann es zum Beispiel sein, dass ein Bewerber für den Beruf Bankkaufmann zwar nicht das nötige Anforderungsprofil erfüllt, wohl aber für den des Zerspanungsmechanikers etwa aufgrund hervorragender »Fingerfertigkeit«. Dem Bewerber kann so geholfen werden, sich über seine Stärken und Schwächen besser bewusst zu sein und die falsche Berufswahl zu korrigieren, durch die er unter Umständen unglücklich und der Betrieb enttäuscht werden würde.

 

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